“Content is King!” – “Die neue Währung im Marketing ist Content!”
Die Bedeutung des ehrlichen, wertvollen Content im Internet, abseits von Werbgeschwafel und Industrie-Lyrik, wird schon seit einiger Zeit betont. Google&Co fördern und tragen diese Entwicklung mit ihren (im Detail wenig transparenten) Ranking-Regeln: weiter oben in der Trefferliste steht der mit dem besseren Content. Da nützt alles technische Optimieren nichts, die Suchmaschinen wollen echte Werte finden und bewerten die Seite besser, die origineller und abwechslungsreicher ist.
Doch origineller Content fällt nicht vom Himmel! Jeder Webseiten- und Blog-Betreiber weiß: mehrfach wöchentlich oder gar täglich mit frischen Beiträgen aufzuwarten, ist eine Herausforderung!
Das Internet wäre aber nicht das Internet, wenn sich zu dieser Challenge nicht sofort auch eine Lösung fände: natürlich ein Online Shop, in dem man einfach Content kaufen kann. Davon gibt es gleich mehrere. Aus langen Themenlisten kann der Kunde bei ihnen aussuchen und nach Qualität, Aktualität und Volumen selektieren.
Wir haben 3 dieser Anbieter oder Content -Shops ausprobiert und werden die Ergebnisse hier vergleichend vorstellen.
Der erste Content-Providerist Contentworld. Es ist die webtypischste Lösung von den 3en, denn bei Contentworld wird der Content-Hunger der Käufer mit der Content-Sättigung einiger Autoren direkt auf dem Online Marktplatz zusammengeführt. Die einen haben gerade, was die anderen gerade suchen. So findet man (wenn das Thema stimmt) in Blitzesschnelle einen Text, der zum Such-Profil passt.
Unser Such-Profil war Social Media, max. 300 Wörter, aus dem September 2012, leidlich interessant. Gefunden haben wir diese 2 Artikel, einer zum neuen iPhone Betriebssystem iOS 6 und einen zum Sinn von SEO. Wir haben die offensichtlichen Unschärfen in beiden Dokumenten farblich hervorgehoben – das ergab ein recht buntes Bild. Soll heißen: da ist vieles recht gruselig, man muss unbedingt noch Hand anlegen, 1:1 kann man die erworbenen Artikel nicht übernehmen.
Neben den Schwächen in Sachen Orthographie, Interpunktion und Grammatik fällt gerade bei dem längeren SEO Artikel eine inhaltliche Fahrigkeit auf: Selbst formal voll durchoptimiert würde man diesen Text ungern publishen.
Auf der anderen Seite muss man den Preis sehen, beide zusammen haben keine 6€ gekostet. Der iOS Artikel ist sogar exklusiv erworben, d.h. er wurde nach dem Kauf (3,60€!) aus dem Angebot von Contentworld gelöscht.
Im Übrigen gefällt an der Contenworld-Lösung ihre Einfachheit und Schnelligkeit. Man braucht keinen Wizzard oder elektronischen Assistenten, nach 5 Minuten ist man registriert und selektiert Artikel in rd. 60 Rubriken. Neben “Internet” und “Computer” gibt es da auch “eigene Gedichte” und “eigene Songs”, Essen & Trinken, Erotik, Garten, Wirtschaft, Versicherung etc. etc.
Leider sind manche Autoren recht großzügig beim Taggen und platzieren ihren Beitrag etwa zu Hybrid-Fahrzeugen einfach in jeder Rubrik. Auch die Sprachauswahl stimmt nicht immer, unter die deutschen Beiträge mischen sich gelegentlich auch englische. Angeblich gibt es einen Plagiate-Check, mit dem jeder neue Beitrag geprüft wird (der angebotene Content soll originär vom Autor stammen). Aber intern gibt es durchaus Dubletten, Texte, die bis auf 4 Worte identisch sind.
Und auch das Alter der Texte ist “nicht zeitgemäß”. Internet-Content muss frisch sein, Texte aus 2011 haben eher musealen Wert.
So kommt man also zwar sehr zügig in die Selektions-Phase (“Welchen der Texte hier will ich denn haben?”), die aber kann sich hinziehen, denn die genannten Mängel (veraltete Beiträge, falsche Tags, Dubletten) machen die Suche mühsam. Zudem kann man nicht den ganzen Artikel lesen – aus Kopierschutzgründen verständlich -, sondern kauft letztendlich immer auch die Katze im Sack.
Contentworld bietet neben dem Einmalkauf auch eine kleine Abo-Funktion: man kann sich frischen Content kontinuierlich in sein Blog hochladen lassen. Aus den vorgenannten Qualitätsgründen ist davon aber dringend abzuraten!
Fazit: ein Angebot für nicht so anspruchsvolle Seiten / Themenbereiche. Die Beiträge müssen auf jeden Fall vor einer Veröffentlichung geprüft und optimiert werden. Ob sich hier Preis und Leistung ausreichend die Waage halten, ist individuell zu beantworten. Günstig ist der Service jedenfalls.
In den nächsten zwei Beiträgen werden wir die Arbeit mit von textbroker und mit content vorstellen. Hier haben wir je einen Artikel höherer Qualität zu Social Media Monitoring und zu Social Media Trends beauftragt und für die Erstellung 3 Tage Zeit gelassen. Der eine wird knapp 10€, der andere 18 € kosten. Die Aufträge wurden heute mittag platziert und sind jetzt beide in Arbeit.
Na danke, wenn ich mir vorstelle, ich fülle meinen Blog mit Artikeln von der Stange, muss ich mich nicht wundern, bald keine Leser mehr zu haben. Das mag für einen Blog der rein auf Linkbuilding fokussiert und quasi als SEO Zuträger fungiert angehen, für echte inhatliche Blogs wohl kaum.
Beste Grüße
Hansjörg Leichsenring
http://www.der-bank-blog.de
Verstehe und gut nachvollziehbar. Aber von der Stange sind die Artikel nicht unbedingt. Ich bin gespannt, was die beiden anderen Anbieter liefern. Der eine hat schon einen ersten Entwurf geliefert, hab ich zum Nachbessern zurückgeschickt.
Viele Grüße!
Hallo! Betreibe selbst 3 Blogs und beliefere einen vierten. Die angesprochene Authentizität geht flöten und Qualität / Fehlerfreiheit würde deutlich mehr kosten. Nacharbeiten geht gar nicht. in der Zeit wäre der eigene Artikel schon fertig
Also besser Finger weg davon. Viele Grüße! Tom
Sehr interessantes Thema. Ich bin schon auf die Ergebnisse gespannt. Dabei interessiert mich neben dem Einsatz von Textbrokern für Linkbuilding-Projekte noch viel mehr, ob diese qualitativ geeignet sind, redaktionelle Engpässe abzufedern und unter welchen Voraussetzungen.
Gruß,
Roland
Hallo Herr Farnbacher, leider hat sich der input von einem Provider verzögert und dann kam bei mir was dazwischen, so dass es hier einige Tage Sendepause gab. Aber diese Woche wird es noch einen Beitrag dazu geben.
Danke für den Kommentar!