QR-Codes auf Produktverpackungen, Plakatwänden oder in Zeitschriften kennen wir bereits. Doch nun gibt es sie bald auf Hausdächern. Eine amerikanische Firma bietet Unternehmen an, die scannbaren Codes auf der Gebäudeoberseite zu installieren und auf diese Weise kostenlose Werbung auf Google Maps zu schalten.
Eine interessante Idee – immerhin wurde Google Earth rund 400 Millionen mal heruntergeladen und erreicht ein großes Publikum. Seit April 2010 ist eine Google-Earth-Funktion in Google Maps eingebaut (Earth View). Sehen sich die Nutzer den Ort auf der Karte an, so sehen sie den von Satelliten aufgenommenen Code auf dem Gebäude, können ihn mit ihrem Smartphone scannen und erhalten Zugang zu Videos, Coupons oder anderen Inhalten.
Ob das wirklich eine effektive Form des Marketing ist, bleibt abzuwarten. Immerhin kostet die Installation des Service, genannt Blue Marble, durch das Unternehmen Phillips & Co. 8.500 Dollar. Anschließend dauert es etwa ein Jahr, bis die Codes auf Google Earth zu sehen sind. Bessere Erfolgsaussichten hätte diese kreative Idee bei häufigeren Google Maps Updates.
Zumindest, wenn Google die Codes dann auch drinlässt und nicht rauspixelt, wenn dieser Art der Werbung zunimmt
1 Jahr? in Großstädten vielleicht. Ich hab 6 Jahre gewartet bis mein Haus zu sehen war.
Ich bin zwar ein Fan (sowie Nutzer und Anbieter) von QR-Codes für alle möglichen Zwecke, aber diese Hausdach-in-Google-Earth-Geschichte kann mich nicht wirklich überzeugen.
Wie von Tom oben schon erwähnt, sind die Refresh-Zyklen von GE, zumindest hier bei uns in Deutschland, um Welten zu langsam, um ein Placement einer solchen Investition zu erhalten.
Zweitens, seien wir mal ehrlich, wer braucht einen QR-Code, wenn er sowieso schon einen Rechner/Smartphone/Tablet in der Hand hat? Hier tut es doch ein “echter”, klassischer Link mindestens genauso gut. Ich kann mir jedenfalls kaum vorstellen, dass nennenswerte Zahlen von Nutzern mit dem Smartphone vor ihrem Desktop-Rechner sitzen, um vom Bildschirm einen QR-Code abzuscannen, dessen Ziel-Webseite sie dann mit 70% Wahrscheinlichkeit auf dem kleinen Bildschirm doch nicht richt ansehen können.
Nein, QR-Codes machen in der realen Welt da Sinn, wo die Nutzer ihr Smartphone tatsächlich nutzbringend einsetzen können, wo ihr Desktop Rechner weit weg ist.