Wie setzt man QR-Codes im eigenen Unternehmen ein? Hier ein paar Tipps für die Anwendung der 2-dimensionalen Bilder, die den Kunden das geben, was sie wollen: sofortigen Zugang zu relevanten Informationen. Genau dafür sind QR-Codes perfekt.
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Was sind QR-Codes?
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Quick Response Codes ähneln den Barcodes, die Verkäufer nutzen um ihr Inventar zu überprüfen und Produkte mit Preisinformationen am POS zu versehen. Der größte Unterschied zwischen den beiden Codes ist die Datenmenge, die sie speichern und übermitteln können. Während die linearen eindimensionalen Barcodes nur bis zu 20 numerische Einheiten fassen (nur Ziffern), haben die 2-dimensionalen QR-Codes eine quadratische Matrix, die Tausende von alphanumerischen Informationseinheiten speichern können.
Scannt man einen QR-Code mit seinem Smartphone, wird man auf digitalen Content im Web verlinkt, es werden verschiedene Telefonfunktionen wie E-Mail oder SMS aktiviert oder das Handy mit einem Webbrowser verbunden. QR-Codes können auf diese Weise verschiedene Nutzer miteinander vernetzen oder auch zu Multimedia-Informationen weiterführen.
Einen QR-Code für das eigene Unternehmen zu erstellen, der diese Funktionen hat, dauert nur ein paar Minuten. Wie das geht, erklären wir weiter unten.
Während in Amerika und Europa die QR-Codes langsam ihren Siegeszug antreten, sind sie in Japan schon seit über einem Jahrzehnt im Einsatz. Denso Wave, ein japanisches Tochterunternehmen von Toyota, erfand die Codes und verzichtete auf eine Patentierung.
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Wie man QR-Codes erstellt und liest
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Herstellen kann man seine eigenen QR-Codes mit sogenannten QR-Code Generatoren. Die Nutzung ist kostenlos und eine Google-Suche danach listet zahlreiche Seiten auf. Eine Seite ist beispielsweise Kaywa. Hier kann man Codes erstellen, die auf eine Website, Text, Telefonnummer oder SMS verlinken. Auf der Seite Kerem Erkan kann man auch die Farbe und Format selbst bestimmen. Qurify ist ein deutschsprachiger Dienst.
Für das Lesen von QR-Codes benötigt man einen sogenannten QR Reader. Der beliebteste ist i-nigma. Für das Android passt auch der Barcode Scanner. Die Preisvergleich-App Red Laser kann mittlerweile ebenfalls die „QR-Sprache“.
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Was bringen QR-Codes?
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Teilen: Es existiert kein Limit, wie viel Informationen man mit einem QR-Code weiterleiten kann. Neben einem Video oder einer Landing Page kann man sogar ein komplettes eBook teilen.
Community: Durch Teilen von Informationen bilden sich Communitys. Die beliebteste ist derzeit Facebook. Mit Likify kann man QR-Codes erstellen, die ein Smartphone mit dem Like-Button der eigenen Facebook-Seite verbinden.
Call to Action: Hat man erst einmal eine Community aufgebaut, so muss man sie zum Handeln bewegen. Unterschiedliche Angebote können hinsichtlich ihres Erfolgs untersucht werden, wenn die jeweiligen QR-Codes auf verschiedene Landing Pages führen. Dort kann man dann z.B. die Anzahl der neuen Nutzer-Registrierungen vergleichen.
Traffic: Durch QR-Codes erzeugt man Traffic für die gewünschten Seiten.
Reputation verbessern: Man kann mit QR-Codes z.B. auf Blog-Posts verlinken, die große Beachtung bei der Community gefunden haben und sich somit als Influencer und Experte ausweisen.
Analysen: QR-Codes führen meist zu URLs. URL-Verkürzer-Dienste wie bit.ly und goo.gl erstellen deshalb mittlerweile automatisch QR-Codes, die verkürzte Links transportieren. Die Dienste MyQR.co und goog.gl liefern zusätzlich Analysen.
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QR-Codes in der Praxis:
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Wo man QR-Codes anbringen kann:
- Visitenkarten (hier gibt es den Generator)
- Prospekten und anderen Marketing-Materialien
- An der Seite von LKWs
- Produktverpackungen
- Namens-Schildchen bei Konferenzen oder Events
- Restaurant-Karten
- Eintrittskarten für Veranstaltungen
- Kassenbons am Point-of-Sale
Worauf QR-Codes verlinken können:
- Gebrauchsanweisungen
- Anlaufstellen bei Ersatzteil-Suche
- Kontaktinformationen des Unternehmens
- Bestellformulare
- Coupons und Sonderangebote
- Empfehlungen für sich ergänzende Produkte und Services (Cross-Selling oder Up-Selling)
- Kostenlose Musikdownloads
- Feedback-Formular für Kundenbewertungen
Wie QR-Codes am effektivsten wirken:
- Erkläre den Kunden den Nutzen und die Vorteile
- Fordere sie zu Handlungen auf, die den Marketing-Plan unterstützen
- Mildere die Ängste von technisch weniger begabten Kunden
- Liefere Gründe für einen erneuten Kauf
- Experimentiere mit Größe, Ort und Farbe der QR-Codes
- Checke die Analysen
- Verwandle die Nutzung der QR-Codes in Spaß, z.B. mit einer Schnitzeljagd
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Beispiele:
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United Airlines: Viele der großen Fluggesellschaften nutzen mittlerweile 2D-Codes als digitale Bordkarte. Bis Ende 2011 soll dieser Service für alle internationalen Flüge gelten.
Google Places: Trägt man sein Unternehmen bei Google Places ein, erhält man sein digitales Brancheneintrags-Schildchen, das auch einen QR-Code enthält. Er führt auf die Unternehmens-Homepage.
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Die Zukunft der QR-Codes
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QR-Codes haben ein großes Potenzial. Die Eigenschaft von Social Media – Menschen durch Technologie miteinander zu verbinden – wird genutzt und die Erfahrung noch erweitert. Die zukünftigen Barcodes werden sicher mehr Speicherkapazität haben, sodass eine Internetverbindung vielleicht gar nicht mehr nötig ist. Alle Inhalte, die das Unternehmen dem Kunden zeigen möchte, sind darin enthalten.
Ich wollte euch noch auf unser Startup aufmerksam machen
http://www.qr-stories.com. Wir verbinden Social Media (Checkins, Like, …) mit dem QR-Code.